Wer ist ein geriatrischer Patient?

Geriatrische Patienten werden entweder anhand einer geriatrietypischen Multimorbidität sowie höheren Lebensalters (65 Jahre und älter) oder eines sehr hohen Lebensalters (80 Jahre und älter) definiert.

Fast alle Krankheiten im Alter können dazu führen, dass die Mobilität und die Alltagsselbständigkeit in Mitleidenschaft gezogen werden. Meist liegen nicht nur eine sondern mehrere Krankheiten vor, fast immer sind es für das hohe Lebensalter typische Leiden (Schlaganfall, erfolgte Operation eines Knochenbruchs ...). Deshalb ist es wichtig, dass nicht nur die Krankheit oder das erkrankte Organ, sondern der ganze Mensch behandelt wird.

Eine aktivierende Pflege leistet Hilfe zur Selbsthilfe, Physiotherapie und Ergotherapie bessern Mobilität und Alltagsselbständigkeit. In der Logopädie wird an Sprach- und Schluckstörungen gearbeitet, der Sozialdienst organisiert die notwendigen Hilfen für die Zeit nach der Entlassung. Ärztliche Aufgabe ist die Leitung und Koordination dieses viele Berufe umfassenden Behandlungsteams.

Typische geriatrische Krankheitsbilder

  • Frischer Schlaganfall und Defektzustände nach zurückliegendem Schlaganfall
  • Parkinsonsyndrom und andere neurologische Erkrankungen mit Sprach- und Schluckstörungen
  • Herz- und Kreislauferkrankungen
  • Mobilitäts- und Selbständigkeitseinbuße nach Knochenbrüchen oder nach Gelenkersatzoperationen
  • Ernährungsstörungen und Austrocknung
  • akute Verwirrtheit
  • Störung der geistigen Leistungsfähigkeit (Demenz, d.h. chronische Verwirrtheit)
  • Depressionen im höheren Lebensalter
  • Gehstörungen, wiederholte Stürze
  • Osteoporose
  • Inkontinenz (Störung der Urin- und Stuhlentleerung)
  • Probleme und Schädigungen durch Medikamente (Einnahme zu vieler oder ungeeigneter Präparate)
  • chronische Wunden, chronische Schmerzen, palliativmedizinische Probleme

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Druckdatum: 21.11.2018